Senefelder-Schule

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Verabschiedung von Dr. Johannes Novotný

TK-LogoDer Leiter der Senefelder-Schule Treuchtlingen geht nun nach Wendelstein – Stelle bleibt vorläufig vakant

Treuchtlinger Kurier - 30.07.2012

TREUCHTLINGEN - Fünf Jahre lang hat Johannes Novotný die Senefelder-Schule in Treuchtlingen geleitet. Nun stellt er sich neuen Herausforderungen und wird ab kommenden Schuljahr das neue Gymnasium in Wendelstein als erster Rektor überhaupt unter seine Fittiche nehmen. Die Altmühlstadt lässt den 48-Jährigen indes äußerst ungern ziehen, wie die wehmütigen Worte bei der Verabschiedungsfeier in der Mensa der „Sene" zeigten.

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Sein Lob wog besonders viel: Denn Landrat Gerhard Wägemann ist nicht nur Vorsitzender des Zweckverbands Senefelder-Schule, sondern war auch lange Zeit dessen Geschäftsführer. Foto: Leykamm

In seiner Begrüßung bereits würdigte deren stellvertretender Schulchef Gabriel Lypp das „kollegiale Miteinander" und die „flache Hierarchie" als prägende Elemente jener fünf Jahre. Novotný habe mit einer offenen Art Regie geführt und die Wertschätzung vor den Schülern immer groß geschrieben, was sich unter anderem in der Unterstützung der Arbeit der Schülermitverwaltung (SMV) geäußert habe. Er habe für die Schule gekämpft und dabei auch eine große Hartnäckigkeit an den Tag gelegt.
Gipfel erklommen.

Großes Lob gab es dann aus berufenem Mund von Landrat Gerhard Wägemann, denn er war selbst lange Zeit Geschäftsführer des „Zweckverbands Senefelder-Schule" und ist nun dessen amtierender Vorsitzender. In Anlehnung an das Bergklettern als das große Hobby des scheidenden Leiters verglich er dessen Wirken hier mit dem Erklimmen eines Gipfels, wobei der Schulleiter mit Geschick und Einfallreichtum viele Hindernisse mit Bravour gemeistert habe. Novotný habe den Ruf der „Sene" verbessert, und man merke dem „allseits beliebten und geachteten" Schwabacher an, dass es ihm immer um das Wohl der Schule gegangen sei, so Wägemann.

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Einen klanglichen Abschied bereitete dem scheidenden Schulleiter Dr. Johannes Novotný auch eine der Chorklassen. Foto: Leykamm

Treuchtlingens zweiter Bürgermeister Richard Zäh hob die stets gute Zusammenarbeit hervor. Novotný habe „immer versucht, Lösungen zu finden und sie auch umzusetzen." Der Ministerialbeauftragte Josef Seitz stellte Novotnýs Zeit in Treuchtlingen in dessen biographischen Kontext. In seiner 17-jährigen Lehrerlaufbahn sei er schon weit im Freistaat herumgekommen: Schwabach, Langenzenn und das Kulturministerium in München hießen die Stationen. In Treuchtlingen dann habe Novotný sehr viel bewegt. „Man kann nur darüber staunen, was in diesen fünf Jahren gewachsen ist," betonte Seitz. Streitschlichter-Teams, Schulsanitätsgruppe, Klassensprecherseminare, Lerntutoren, schulartübergreifende Skikurse, Comeniusprojekt, offene Ganztagsschule – beispielhaft nannte Seitz schlaglichtartig einiges von dem, was die Handschrift Novotnýs trägt. Die einzelnen Schularten habe er sukzessive aufgebaut und so auch dafür gesorgt, dass Schüler an der „Sene" das Abitur machen können. „Sie hinterlassen eine intakte und lebendige Schule", erklärte Seitz.
Früchte seiner Aufbauarbeit konnte Novotný an der Feierstunde auch ganz direkt ernten. Ihm zu Ehren spielte die Big-Band der Schule (die mit dem James-Bond-Thema den Spitznamen „Dr. No" des Geehrten anspielte), und es sang eine der drei Chorklassen, die dem abwandernden Leiter musikalische Vitaminspritzen für seinen Lebensweg verpasste.

All jene Gruppen waren einst vom Schulleiter initiiert worden. Lob für ihn gab es auch von den Schülersprechern Alicia Bernhard und Maximilian Riehl. Auf der Suche nach einem Nachfolger Novotnýs konnte Seitz indes zumindest mittelfristig keine große Hoffnung machen. Bis jemand die Stelle antrete, „wird es wohl noch bis Februar dauern". Bis dahin übernimmt Stellvertreter Lypp kommissarisch die Leitung (wir berichteten).

Was einen Nachfolger erwartet, machte der Lehrerchor deutlich: „Der Neue wird sich freuen, er darf keine Arbeit scheuen" sang er in Anspielung an das große Engagement Novotnýs, der damit die Latte für seinen Beerber im Amt sehr hoch gelegt hat. „Sie haben der Schule sehr gut getan", brach es dann aus der Elternbeiratsvorsitzenden Susanne Bethke förmlich heraus, bevor sie mit dem Tränen zu ringen begann. „Wir bedauern, dass wir Sie nicht länger genießen dürfen."

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Waghalsiger Fahrradkurs: Johannes Novotný musste zum Abschied nochmals in die Pedale treten. Foto: Leykamm

Für die Tränen Novotnýs selbst indes brachte Personalratschef Ulrich Wolf eigens ein Bierglas zum Abschied mit. Einen Besen hatte er auch dabei: Unter anderem zum „Zurückkehren". Eine dubiose „Prüfungskommission" des Ministeriums schickte Novotný dann auf einen waghalsigen Fahrradkurs und betonte, den Elternwillen sehr ernst zu nehmen. Im aktuellen Fall bedeute das, dass die Eltern Novotnýs die Entscheidung ihres Sohnes noch revidieren und festlegen könnten: „Der Bub bleibt doch in Treuchtlingen."

Johannes Novotný selbst bekannte seine Gefühle der Wehmut darüber, dass es doch anders kommt: „Ich werde so Vieles hier vermissen", so der scheidende Leiter. Die Zeit in Treuchtlingen habe ihn sehr geprägt. „Sie wird immer in meinem Herzen bleiben – Danke." Damit schloss er seine Ausführungen.

 
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