Senefelder-Schule

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Gabriele Gippner als Schulleiterin eingeführt

treuchtlingerkurier

Freudige Aufnahme in die Treuchtlinger Schulfamilie

TREUCHTLINGEN - Bereits seit dem 1. Februar ist Gabriele Gippner die neue Leiterin der Senefelder-Schule (wir berichteten). Nach 85 Tagen des „Warmlaufens“ wurde sie am vergangenen Freitag im Rahmen eines Festaktes in der gut gefüllten Mensa offiziell und feierlich in ihr Amt eingeführt.

bigband

Für den musikalischen Rahmen sorgte neben anderen Akteuren die Schul-Bigband, die unter anderem mit Glenn-Miller-Sound aufwartete.
Foto: Hedwig

Sie übernimmt den Posten von Dr. Johannes Novotný, der vor rund fünf Jahren in die Altmühlstadt gekommen war und im September letzten Jahres als Direktor an das neue Gymnasium in Wendelstein (Roth) wechselte. In der Zwischenzeit lenkte kommissarisch Realschulzug-Leiter Gabriel Lypp die Geschicke des Hauses, der – so war am Freitag zu hören – eigens seinen Gang in den Ruhestand hinausgezögert hatte, um die „Neue“ noch einarbeiten zu können.

Ihm oblag es in der Feierstunde auch, die ellenlange Gästeliste zu begrüßen, allen voran Landrat Gerhard Wägemann, Bürgermeister Werner Baum und die Bürgermeister des Zweckverbandes aus der näheren Umgebung. Ebenso vertreten waren viele Repräsentanten aus dem Schul- und Behördenbereich sowie zahlreiche Vertreter des öffentlichen Lebens. „Ganz nebenbei“ gab er bekannt, dass Konrektorin Angelika Gräbner von der Anton-Jaumann-Realschule in Wemding seine Nachfolge antreten wird. Er – wie auch seine nachfolgenden Redner – verwies auf den besonderen Status der „Sene“ als kooperative Gesamtschule, der viel Arbeit mit sich bringe. Hierfür gab er Gippner die besten Wünsche mit auf den Weg.

Gerhard Wägemann – früher über 20 Jahre lang Geschäftsführer des Zweckverbandes der Senefelder-Schule und heute als Landrat dessen Vorsitzender – bezeichnete in seinem Grußwort die Einführung einer neuen Rektorin an dieser „Schule der besonderen Art“ als herausragendes Ereignis. „Wohin die Reise geht, entscheidet nicht die Windrichtung, sondern die Art, wie man die Segel setzt“, umschrieb der Landrat die heutige Herausforderung, eine Schule zu leiten. „Schule ist ein innovatives Unternehmen“, und Gippner sei nun dessen Managerin. Wägemann betonte, dass diese Schule im Landkreis einen festen Platz habe und sich die neue Rektorin jeglicher Unterstützung des Landkreises und des Zweckverbandes sicher sein könne. Eine besondere Herausforderung stelle die anstehende Sanierung bzw. der Quasi-Neubau der Schule dar. Außerdem gab er seiner Freude Ausdruck, dass Gippner nicht nur das Amt übernommen, sondern gleich auch ein Domizil in der Altmühlstadt bezogen habe.

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Die neue Schulleiterin Gabriele Gippner hatte sich offenbar Treuchtlingen als Dienstort gewünscht und gab sich bei der Feierstunde erfreut über die herzliche Art der Aufnahme.
Foto: Hedwig

 „Schule ist eine gute Konstellation“

Auch Bürgermeister Baum unterstrich die besondere Schulform der „Sene“ mit ihren drei Schulzügen und derzeit insgesamt rund 1.350 Schülern unter einem Dach. Er hält eine kooperative Gesamtschule für eine „gute Konstellation, im sozialen und auch kulturellen Sinn“. Er wie auch Wägemann wünschten Gippner ein gutes Händchen und viel Glück.

Der Ministerialbeauftragte Johann Seitz hieß die neue Rektorin in ihrem Amt willkommen, dankte aber auch Lypp für dessen kommissarische Leitung zuvor. Seitz verwies darauf, dass sich „Schule“ heute im Wandel befinde und mit steigenden Anforderungen einhergehe, weswegen von einer Schulleiterin bzw. einem Schulleiter zunehmend Kompetenzen gefordert seien. Der „Neuen“ bescheinigte er, dass sie „ausgezeichnete Voraussetzungen für dieses Amt“ mitbringe.

Kurz ging der Ministerialbeauftragte, dem die Aufgabe der offiziellen Einführung Gippners zufiel, auf deren Werdegang ein. Die in Mindelheim im Unterallgäu Geborene und heute 57-Jährige hat von 1974 bis 1980 Germanistik und Anglistik an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) studiert. Nach ihrer Referendarzeit am Peutinger-Gymnasium in Augsburg und am Joseph-Bernhart-Gymnasium in Türkheim/Wertach war sie ab 1983 Deutsch-, Englisch- und später auch Ethiklehrerin am Jakob-Brucker-Gymnasium in Kaufbeuren.

Von dort wechselte sie vor drei Jahren ans Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) nach Berlin, wo sie als Koordinatorin für das Fach Deutsch an der Entwicklung bundesweiter Bildungs- und Abiturstandards mitwirkte. Nach deren Verabschiedung durch die Kultusministerkonferenz im vergangenen Oktober kehrte die Mutter eines 29-jährigen Sohns und einer 26-jährigen Tochter auf eigenen Wunsch in den bayerischen Schuldienst zurück. Im November dieses Jahres erhielt sie die Zusage, die Leitung der Senefelder-Schule übernehmen zu dürfen. Auch Seitz wünschte der neuen Schulleiterin alles Gute auf ihrem weiteren Weg. Er hatte, wie auch seine Vorredner, ein kleines Präsent im Gepäck.

Weitere Grußworte gab es vom stellvertretenden Elternbeiratsvorsitzenden Andreas Hein und von den Schülersprechern aller drei Schulzüge. Der Personalratsvorsitzende Ulrich Wolf verzichtete auf eine klassische Begrüßung und zog es vor, die neue Rektorin augenzwinkernd mit einigen eigentümlichen Geschenken für den täglichen Gebrauch zu bedenken.

Die so Beschenkte dankte für die herzliche Aufnahme in der Schulfamilie der „Sene“. Sie sagte denn auch, dass sie unbedingt hätte nach Treuchtlingen kommen wollen. In ihren weiteren Ausführungen ging sie auf den Schulbetrieb ein. So stehe eine Schule niemals für sich allein, sondern im Mittelpunkt der Gesellschaft. Daher müsse in einer solchen Einrichtung der Mensch im Mittelpunkt stehen. In dem anstehenden Quasi-Neubau sieht sie eine große Herausforderung. Allerdings gebe der Umbau dem Haus auch „ein neues Gesicht und neues Selbstvertrauen“. Jedoch biete die Einrichtung schon jetzt viele Möglichkeiten, die Schüler auf dem Weg zu ihrem jeweiligen Abschluss zu fordern und fördern. Als bedeutsam bezeichnete sie zudem die Kooperation mit dem Werner-von-Siemens-Gymnasium in Weißenburg.

Generell dürfe Schule nicht einfach nur als ein Lernumfeld gesehen und behandelt werden; vielmehr „ist Schule immer mehr ein Lebensraum, eine Heimat“. Abschließend bedankte sie sich bei allen nochmals für die ihr gegenüber zum Ausdruck gebrachte Wertschätzung und das Wohlwollen. Bei einem Imbiss im Anschluss bestand die Möglichkeit des persönlichen Austausches.

Den klanglichen Rahmen während der gesamten Feierstunde bestritten die fünften Klassen aller Schulzüge in einem gemeinsamen Auftritt sowie Darbietungen der Schul-Bigband und des Lehrerchores.

Sieghard Hedwig, Treuchtlinger Kurier vom 30.04.2013