Senefelder-Schule

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Umweltbildung

Festakt - 20 Jahre Förderung der Umweltbildung in Bayern

„Die Schulen sollen nicht nur Wissen und Können vermitteln, sondern auch Herz und Charakter bilden. Oberste Bildungsziele sind Ehrfurcht vor Gott, Achtung vor religiöser Überzeugung und vor der Würde des Menschen, Selbstbeherrschung, Verantwortungsgefühl und Verantwortungsfreudigkeit, Hilfsbereitschaft, Aufgeschlossenheit für alles Wahre, Gute und Schöne und Verantwortungsbewusstsein für Natur und Umwelt.“

(Art. 131 der Bayerischen Verfassung; auch in der Präambel unseres Lehrplans)

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  Wie die Präambel des bayerischen Lehrplans erahnen lässt, steht der Aspekt der Umweltbildung an bayerischen Schulen und Einrichtungen stark im Fokus. Anlässlich des Jubiläums von 20 Jahren Umweltbildung in Bayern lud die Staatsministerin für Umwelt und Verbraucherschutz Ulrike Scharf am 17. September 2015 zu einem Festakt in die Münchener Residenz ein.

Als Vertreter Treuchtlinger Einrichtungen waren Herr Brumm (Grundschule Treuchtlingen), Frau Dr. Bauch (Umweltzentrum Treuchtlingen), Frau Funk und Frau Ries (Senefelder-Schule) sowie Herr Badelt und Frau Hilpert („Traumburg für Weltentdecker“) anwesend.

Der Empfang bot ein kurzweiliges, aber auch äußerst informatives Programm, welches die Reden von Umweltministerin Scharf und Prof. Dr. Dr. Franz Josef Radermacher zum Höhepunkt hatte. Die Ministerin betonte die Wichtigkeit der Umweltbildung bereits in jungen Jahren, denn nur so könne eine Bildung vom Hirn durchs Herz zur Hand erfolgen. Ein verstärktes Bewusstsein für eine nachhaltige und umweltverträgliche Lebensweise sei Grundlage für den Schutz von Umwelt und Natur. Über 134 Einrichtungen, Netzwerke und selbstständig Tätige, die mit dem Qualitätssiegel "Umweltbildung.Bayern" ausgezeichnet worden sind, führten im Jahr 2014 rund 31.000 Veranstaltungen durch und erreichten so mehr als 790.000 Menschen, wobei mehr als die Hälfte aller Teilnehmer Kinder und Jugendliche waren.

Professor Radermacher von der Universität Ulm schlug kritischere Töne an. Deutschland sei kein Vorreiter in Sachen Umweltpolitik und müsse verstärkt an Möglichkeiten zur Emissionsminderung bzw. an der Forschung neuer Energiequellen arbeiten. Auch die aktuelle Flüchtlingswelle brachte er mit heutigen Umweltproblemen in Verbindung – so sei Armutsmigration eine direkte Folge des Klimawandels. Er betonte, dass Europa beim kommenden Klimagipfel in Paris Ende des Jahres als solidarische, starke Einheit auftreten müsse, um etwas zu erreichen. Dabei sei es entscheidend, die kommende Generation auf die zukünftigen Herausforderungen vorzubereiten, damit diese sich adäquat behaupten könne.

  

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