Senefelder-Schule

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Comenius-Projekt DeCo auf Zypern

Nachdem die Gruppe aus Treuchtlingen mit den Lehrern Gabriel Lypp, Marina Reißlein-Zäh und Markus Holzinger sowie den Schülerinnen und Schülern aus dem P-Seminar DeCo Kristin Rathsam, Linda Jesterhoudt, Laura Hörner, Max Albert und Jonas Brumm am Montag per Flugzeug angereist war, stand am Dienstag die offizielle Begrüßung sowie eine Führung am Virgina Lyceum in Larnaca an.

treuchtlinger_in_zypernDanach machten sich Lehrer und Schüler gleich an die Projektarbeit und setzten sich mit den Ergebnissen der technischen Bauberichte auseinander. Dabei hatten im Vorfeld die Schülerinnen und Schüler aus den am Projekt beteiligten Ländern Norwegen, Belgien, Frankreich, Deutschland und Zypern untersucht, wodurch sich ökologisches Bauen in ihren jeweiligen Ländern auszeichnet. Die zypriotischen Schüler hatten aus diesen Berichten ein Quiz erstellt, das es zu beantworten galt. Dabei lernten die Treuchtlinger u.a., dass auch in Zypern die Häuser nach Süden ausgerichtet werden, um im Winter genügend Sonne und Wärme einfangen zu können. Selbstverständlich wird in Zypern auf eine ausreichende Beschattung der Südseite geachtet. Geothermie kommt in allen teilnehmenden Ländern zum Einsatz, wobei sie auf Zypern natürlich hauptsächlich zum Kühlen der Häuser verwendet wird.

Eine weitere interessante Feststellung war die Art und Weise der solaren Brauchwasseraufbereitung. Der dafür nötige Pufferspeicher wird in Zypern nämlich auf dem Dach direkt neben den Solarkollektoren aufgestellt.

Brauchwasseraufbereitung_-_HPSomit kann man sich verglichen mit z.B. Deutschland einen großen Teil des Stroms zum Herumpumpen der Trägerflüssigkeit und des Wassers selber sparen, da das Brauchwasser von alleine zu den Abnehmern im Haus unterhalb des Pufferspeichers fließt. Außerdem wurde den Treuchtlingern gesagt, dass diese Pufferspeicher gerade im Sommer als eine Art Wasservorrat dienen, da die Temperaturen dann häufig über 40°C liegen und somit der Wasserverbrauch stark eingeschränkt werden muss. Darüber hinaus stellten Jonas Brumm und Maximilian Albert noch die online-Version des Glossarys vor. In diesem finden sich Wörter aus dem Alltagsbereich sowie dem Baubereich in allen Sprachen der teilnehmenden Partner. In stundenlanger PC-Arbeit brachten die beiden angehenden Abiturienten diese Wörterlisten mit den dazugehörigen Audiofiles zusammen, damit man auf der Website nicht nur die korrekte Schreibung nachsehen , sondern  sich auch die korrekte Aussprache anhören kann. 

Schlergruppe_beim_Arbeiten_mit_Architektensoftware_-_HPTags darauf stand die Besichtigung der Siedlung Choirokoitia aus der akeramischen Jungsteinzeit an. Die Häuser wurden damals in Rundform gebaut und die verstorbenen Familienmitglieder wurden - für heutige Zeit unvorstellbar – im Haus unterhalb des Fußbodens beerdigt. Allerdings, so wurde den Treuchtlingern versichert, legte man große Steine auf den Brustbereich der Toten. Leider kam es zu keiner genauen Besichtigung der Siedlung, da es an diesem Tag regnete, was selbst für diese Jahreszeit auf Zypern höchst selten ist. Ein Besuch in Zyperns Hauptstadt Nikosia durfte natürlich auch nicht fehlen und so konnte man wieder das Flair einer geteilten Hauptstadt spüren, da Nikosia genau wie Zypern im Norden türkisch und im Süden zypriotisch ist. Dort konnten sich alle im Archäologischen Museum über Zyperns Geschichte informieren.

Hausentwurf_-_HPBevor sich die Treuchtlinger am Samstag auf die Heimreise machten, stand noch die gemeinsame Planung des Projektabschlusses vom 02. - 06. Mai in Treuchtlingen an. Dort werden dann alle Baupläne, Baubeschreibungen und v.a. die Modelle der jeweiligen Häuser gezeigt und von den einzelnen Ländern näher erläutert werden. Allein am Gymnasium wäre ein solche Arbeit nicht zu leisten, doch auf Grund der Gesamtschule ist ja die Realschule im selben Haus. Dort gibt es zum Glück eine Lehrkraft für diesen technischen Bereich, der sein Know-How an eine Gruppe von Schülern der zehnten Jahrgangsstufe der Realschule in einem Wahlfach weitergibt, so dass diese das „House of the future“ für die Senefelder-Schule mit einer Architektensoftware planen können. Diese Gruppe setzt sich aus den 10 Schülern Daniel Derkacz, Johannes Obernöder, Michael Ortner, Maximilian Rösch, Nick Rother, Hannes Rupp, Dominik Schmidt, Dominik Schmidtkonz, Jonas Schneider und Marco Wenderlein aus der 10aR zusammen. Diese Schüler zeigen größtes Engagement, da sie sich trotz ihrer diesjährigen Abschlussprüfung für dieses Projekt begeistern ließen. Unterstützt wird diese Gruppe dankenswerter Weise vom Architekten und ehemaligen Senefelder-Schüler Herrn Löffler, der sich sogar die Zeit nimmt, persönlich in der Schule vorbei zu kommen und die Schüler von seinem Wissen profitieren lässt. Hierfür ein herzliches Dankeschön!!! Durch diese Verquickung von Schule und Wirtschaft darf man sich schon jetzt auf das Endergebnis freuen.

Vor dem Abflug konnte man sich dann nochmals von der grenzenlosen Gastfreundschaft sowie der äußerst offen- und warmherzigen Art der Zyprioten überzeugen, die ihre Besucher aus allen Ländern in ihr Herz geschlossen hatten. Nun liegt es im Mai an den hiesigen Schülerinnen und Schülern, diese Gastfreundschaft zu erwidern.