Senefelder-Schule

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Schulleben Projekte Comenius DeCo Comenius: Besuch in Belfort

Comenius: Besuch in Belfort

Vor der Abfahrt nach BelfortVom 26. bis 30. April fand in Belfort, Frankreich, das zweite Treffen anlässlich des Comenius-Projektes DeCo statt. Hierzu machten sich von der Senefelder-Schule die beiden Lehrer Frau Felicitias Popp und Herr Markus Holzinger zusammen mit den vier Schülerinnen Alexandra Schlackl, Lisa-Maria Rösch, Kristin Rathsam und Maike Blei aus dem P-Seminar der Klasse Q11 der neuen gymnasialen Oberstufe sowie die Siegerin des schulinternen Logowettbewerbs Helena Beyerle (Klasse 10b) auf den Weg.

Angeregte UnterhaltungDie Schwerpunkte des Treffens waren zum einen die Vorstellung der DVD über ökologische Hausbauweisen der Vergangenheit bis in die Gegenwart. Die einzelnen Länder hatten im Vorfeld die dazugehörigen Informationen zusammengetragen. Zum anderen stand die Arbeit am sog. Glossary an. Dieses teilt sich in zwei Bereiche auf, nämlich einerseits in  Alltagswortschatz und andererseits in Fachvokabular aus dem Baubereich. Hierfür sind von den Schülerinnen und Schülern des P-Seminars im Vorfeld die wichtigsten Themen aus den verschiedenen Bereichen ausgewählt worden und dann ist für die Übertragung ins Englische gesorgt worden. Beim Treffen galt es nun diese Wortschatzbereiche ausgehend vom Englischen in die jeweilige Muttersprache der Teilnehmerländer (französisch, flämisch, norwegisch und griechisch (Zypern) zu übertragen. Für die praktische Umsetzung dieser Arbeit vor Ort in Frankreich zeichneten die Schülerinnen des P-Seminars verantwortlich. Auf Grund ihrer hohen Sprach- sowie ihrer ausgeprägten Sozialkompetenz meisterten sie diese Aufgaben mit großer Bravour, denn sie leiteten die Schülergruppen der jeweiligen Länder nicht nur an, sondern gaben ihnen auch Hilfestellungen und wertvolle Tipps. Schüler verschiedener Schulen angeregter Unterhaltung
Somit schafften sie es trotz technischer Widrigkeiten, mit digital ausgefüllten Wörterlisten in fast allen Sprachen der Teilnehmer, auf den Heimweg gehen zu können. Doch mit dem alleinigen Erstellen dieser Wörterlisten gaben sich die Schülerinnen des P-Seminars unterstützt von Helena Beyerle nicht zufrieden. Sie strukturierten die Arbeitsprozesse der teilweise älteren Schülerinnen und Schüler aus den Partnerländern so, dass sie auch noch diese Wörter und Phrasen als Soundfile in nahezu allen Sprachen digital aufzeichnen konnten. Schließlich soll dieses “Wörterbuch” nicht nur als Printversion, sondern auch als interaktives “Wörterbuch” auf der Projekthomepage (www.comenius-deco.net) allen an diesem Projekt Beteiligten zur Verfügung stehen, um die fachliche Kommunikation zu erleichtern bzw. um in der Muttersprache des jeweiligen Landes in sprachlicher Hinsicht nicht ganz auf verlorenem Posten zu stehen. Die konkrete Umsetzung dieses Glossarys in der Praxis wird Inhalt der P-Seminarsitzungen in den nächsten Wochen und Monaten werden.

Beim gemeinsamen Anschauen der DVD über die Geschichte des ökologischen Hausbaus brauchten sich die Senefelder-Schüler nicht zu verstecken. Ganz im Gegenteil. Während an manch anderer Schule der Teilnehmerländer ein Bereich mit Berufsausbildung angegliedert ist, konnten die Senefelder-Schüler mit einem technisch aufwendigen und künstlerisch sehr anspruchsvollem Film glänzen. Dieser brachte den dafür verantwortlichen Schülerinnen und Schülern des P-Seminars DeCo und besonders den für die technische Umsetzung verantwortlichen Max Albert und Jonas Brumm höchste Anerkennung ein.

Neben der Arbeit am Projekt stand auch Kultur auf dem Programm. So konten sich die “Senefelder” über die Besichtigung der Burg von Belfort, über den Besuch der Kapelle des bekannten Künstlers Le Corbusier in Ronchamp sowie über eine Wanderung auf dem Berg “Ballon d’Alsace” freuen. Der Besuch von ein paar Unterrichtsstunden stand selbstverständlich auch auf dem Programm.

GruppenbildDurch die Unterbringung in Gastfamilien konnten die Treuchtlinger Schülerinnen mit ihren Sprachenkenntnissen des Englischen und v.a. des Französischen glänzen und sich intensiv mit der französischen Lebensweise und Kultur beschäftigen. Schließlich gibt es keine bessere Informationsquelle als Muttersprachler, um sich mit den landesüblichen kulturellen Begebenheiten bekannt und vertraut zu machen. Dieser Austausch war so innig, dass auch das Ausscheiden Lyons in der Champions-League dem guten Verhältnis keinen Abbruch tat.

Abschließend bleibt festzuhalten, dass diese Projekttreffen in Frankreich nicht nur den Horizont aller Reisenden erweitert hat. Es hat auch gezeigt, dass das Kompetenzniveau der Treuchtlinger Schülerinnen im Vergleich mit ihren europäischen Partnern sehr hoch anzusiedeln ist. Der Blick über den eigenen Tellerrand war somit für alle ein großer Gewinn, wodurch die Projektförderung durch die EU ihrem Namensgeber Comenius alle Ehre macht.