Senefelder-Schule

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Festakt zum Start des Comenius-Projekts

treuchtlingerkurierFestakt zum Start des Comeniusprojekts

Nun auch an der Senefelder-Schule:
Startschuss für das Comenius-Projekt „Interkultureller Dialog“

Als Thema für das Projekt wurde der ökologische Hausbau ausgewählt.

 Comenius Festakt
Eine Gruppe von Schülern und Lehrern sorgten für den musikalischen Rahmen der kleinen Feierstunde (li.). Im rechten Bild eine echte „Enthüllungsgeschichte“: Projektleiter Markus Holzinger machte im Beisein von Grundschulleiter Claus Wagner (Mi.), der in seinem Haus bekanntlich einschlägige Erfahrung mit Comenius-Projekten hat und daher geladen war, sowie dem stellvertretenden Schulleiter der „Sene“, Gabriel Lypp, die Tafel frei. Sie bekundet die Mitgliedschaft der Einrichtung in einer Comenius-Partnerschaft.


Am vergangenen Freitag wurde an der Senefelder-Schule offiziell das Comenius-Projekt auf den Weg gebracht und auch gleichzeitig das Thema bekanntgegeben, mit dem es überschrieben ist: „Deco“. Dabei steht „Deco“ als Abkürzung für „Design ecological“ – auf Deutsch: ökologischer Hausbau. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde wurde außerdem eine Tafel enthüllt, die im Eingangsbereich des Hauses angebracht ist und die Schule als Mitglied einer Comenius-Partnerschaft ausweist.

Das Comenius-Programm ist ein seit 1995 laufendes Programm der Europäischen Union mit dem Ziel, die Zusammenarbeit von Schulen aller Schulstufen und Schulformen innerhalb der Europäischen Union sowie die Mobilität von Schülern und Lehrern zu fördern. Es ist Teil des Sokrates-Programmes, das neben Schulpartnerschaften auch Schul- und Erwachsenenbildung fördert. Am Comenius-Programm nehmen Schulen teil, die den Europagedanken fördern wollen und mehr auf eine einheitliche europäische Union zielen. Seit 2007 ist Comenius im neuen Programm „Lebenslanges Lernen“ der Europäischen Union integriert. Namensgeber ist der Theologe, Philosoph und Pädagoge Johann Amos Comenius (1592 - 1670).

Als Projektleiter an der Senefelder- Schule fungiert Lehrer Markus Holzinger. Nach der Begrüßung durch den stellvertretenden Schulleiter Gabriel Lypp (Dr. Johannes Novotný war verhindert) ging Holzinger auf Einzelheiten ein.

Bei einem Comenius-Kontaktseminar in Besancon (Frankreich) fand er sich mit Kollegen aus Landen in Belgien, Belfort in Frankreich, Larnaca auf griechisch Zypern und Mo I Rana in Norwegen zusammen. Da diese Schulen naturgemäß unterschiedliche Schwerpunkte haben, wurde beschlossen, sich mit ökologischen Hausbauweisen zu befassen, die typisch sind für die jeweilige Region.

Im Laufe dieses Deco-Projektes sollen die Schüler am Beispiel des ökologischen Hausbaus miteinander in einen interkulturellen Dialog treten. Des Weiteren verfolgt dieses Projekt kognitive Ziele hinsichtlich des ökologischen Hausbaus, der Fremdsprachenkenntnisse und hinsichtlich der neuen Medien. Zu diesen kognitiven Zielen kommen noch soziale bzw. emotionale Ziele hinzu, wie die Stärkung des Gemeinschaftsgefüges und die Organisation des eigenen Lernens in Gruppen. Was den didaktisch-methodischen Ansatz angeht, steht bei diesem Projekt das Lernen am Objekt sowie „learning by doing“ im Vordergrund. „Beides Ansätze, die im regulären Unterricht aus nachvollziehbaren Gründen nicht immer an oberster Stelle stehen können“, so Holzinger im Zuge der Vorstellung des Projektes am Freitag.

Er bezeichnete es als Glücksfall, dass es sich bei der Senefelder-Schule um eine besondere Schulform handelt, mit Hauptschule, Realschule und Gymnasium unter einem Dach.

So könne er als Projektleiter bei seinen vielen Kollegen und den Schülern in Sachen Kompetenz aus dem Vollen schöpfen, sei es im handwerklichen oder im technischen Bereich. Sabine Reiche, Eva-Maria Meyer und Heinz Maier werden aus dem Lehrerkollegium tatkräftig mit anpacken. „Schließlich sind so alle drei Schulzüge und die verschiedenen Fachbereiche beteiligt“, sagte Holzinger. Unterstützung kommt freilich auch von Schulleiter Herrn Dr. Johannes Novotný. Außerdem stehen dem Projekt mit einigen Architekten und Planern aus dem hiesigen Raum auch Fachleute aus dem Baubereich zur Seite.

Anfangs wird die Umsetzung dieses Comenius-Projektes vom Projekt-Seminar der neuen Oberstufe geleistet werden. Die beiden Schülerinnen Kristin Rathsam und Paulina Lasarew erläuterten in der Feierstunde kurz den Sinn und Zweck eines Projekt- Seminars und ihre konkrete Arbeit an diesem Comenius-Projekt.

Zum Abschluss des kleines Festaktes wurde im Eingangsbereich symbolisch die Tafel mit der Aufschrift „Comenius-Partnerschaft“ enthüllt und somit der offizielle Startschuss für das Projekt gegeben.

Fotos u. Text: Hedwig, Treuchtlinger Kurier