Senefelder-Schule

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Schulleben Schüleraustausch Ungarn - Bonyhàd Interview mit den deutschen Lehrkräften

Interview mit den deutschen Lehrkräften

Schulpartnerschaft seit fast 20 Jahren

(Interview mit den Lehrern aus Deutschland)

15 Schüler und zwei Lehrer aus Treuchtlingen verbrachten zehn Tage im Petõfi Sándor Evangeli­schen Gymnasium. Zwischen den beiden Schulen besteht seit fast 20 Jahren eine Partnerschaft, in deren Rahmen jedes Jahr ein Austausch erfolgt.

Ulrike Rauscher: „In unserer Schule existieren Gymnasium, Real- und Mittelschule unter einem Dach, so kommen unsere Schüler aus den Klassen. Bei uns gibt es auch Religionsunterricht. Wer aber seine Religion aufgegeben hat, der soll Ethik lernen. Unsere Schule besuchen auch türkische Kinder, sie haben auch die Möglichkeit, ihre Religion auszuüben. Ich freue mich, dass sich meine jüngeren Kollegen für diese Partnerschaft interessieren. Dies­mal begleitete Tino Lemke zum zweiten Mal die Gruppe, er übernimmt ab nächstem Jahr die Führung der Partnerschaft.“

"Ich halte es für sehr wichtig, dass diese Partnerschaft auch in Zukunft so gut funktioniert, denn sie besteht seit fast 20 Jahren“, sagt Tino Lemke. „In diesem Jahr wurden uns wieder anspruchs­volle, tolle Programme organi­siert. In Pécs besichtigten wir den Dom, die Moschee (Dschami), die Frühchristlichen Grabmäler. In Bonyhád besuchten wir die Emailfabrik und die Schuhfabrik, wir fuhren nach Budapest, wo wir Parlament, Matthiaskirche, Burg und Fischerbastei besichtigten. Außerdem nahmen wir an einem Tanzabend und einer Grillparty teil, wir hatten die Möglichkeit, Berufe alter Schwaben in Ófalu kennen zu lernen. Die Kinder konnten basteln und töpfern.“

„Das Programm wird immer so veranstaltet, dass die Kinder ein wenig auch Ungarn, und Bonnhard kennen lernen kön­nen“, sagt Ulrike. „So erzählen wir alles zu Hause den Eltern. Die Kinder sammeln Rezepte von den Gastfamilien, zu Hause wird dann alles ausprobiert. Wir nehmen Wein mit, und mit Fotos erinnern wir uns an diese schöne Zeit in Ungarn. Diese Abende haben immer einen riesen Erfolg, wir laden auch unsere Sponsoren ein, die uns bei der Fahrt unterstützen. Es gibt Kinder, die nach der Reise jahrelang den Kontakt halten, einander besuchen. In den 18 Jahren gab es sogar eine Hochzeit.“

Die ungarischen und deutschen Kinder sind während dieser Jahre reicher geworden. Als Sprach­übung ist es besonders den Ungarn wichtig, diese Partner­schaft zu pflegen. Die Deutschen versuchen ein wenig ungarisch zu sprechen, aber sie finden die Sprache sehr schwer, sie merken sich nur einige Wörter. Aber „szeretlek“ (ich liebe dich) und „barát“(Freund)sind unter ihnen.

Réka Máté

Quelle: Bonnharder Nachrichten Herbst 2008