Senefelder-Schule

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Schulleben Schüleraustausch Ungarn - Bonyhàd Erlebnisbericht einer ungarischen Schülerin

Erlebnisbericht einer ungarischen Schülerin

Bonnharder Gymnasiasten in Treuchtlingen

Wir warteten schon sehr auf den 20. April, weil wir dann nach Deutschland fuhren. Eine kleine Gruppe aus den Klassen 8, 9 und 10, insgesamt 17 Kinder mit den Lehrern Erika Tamás und Ferenc Kovács kamen in den Abendstunden in der bayrischen Stadt an.

Nach der langen Fahrt trafen wir wieder mit unsere deutschen FreundInnen, die wir im Herbst 2008 in Ungarn schon Besuch kennen lernten.

Am Dienstag gab's eine Stadralley, damit wir Treuchtlingen besser kennen lernen. Wir besuchten das Rathaus, wo uns Bürgermeister Werner Baum herzlich begrüßte. Er erzählte uns viel Interessantes über die Stadt, wo er seit einem Jahr erster Bürgermeister ist. Wir besichtigten auch das Volkskunde­museum im Stadtzentrum, wo eine nette Dame über die alte Wohnkultur der Schwaben, über Traditionen uns erzählte. Den Donnerstag­vormittag verbrachten wir im Pappen­heimer Hochseilgarten. Er ist ähnlich, wie der Mecsextrem Park in Pécs, doch hier zählt viel mehr die Teamarbeit. Im Laufe der Woche besuchten wir mehrere Stunden in der Senefelder Schule, u.a. eine Sportstunde von Herrn Lemke. Die Stunde fanden wir ganz lustig, solche Aufgaben gab es bei uns an der Schule nicht.

Wir konnten nicht nur die deutsche Sprache üben, sondern auch eine andere Kultur kennen lernen, z. B. die Esskultur. Die Deutschen essen ganz viel Gemüse, alle Familien essen abends etwas Warmes. Es war ganz interessant für uns, dass in dieser Schule so viele Nationalitäten zusammen lernen, Vietnamesen, Türken, Kroaten.

Am Freitag badeten wir in der Altmühltherme und benutzten sehr gern die beiden Rutschen. Dieses Thermal- und Wellenbad ist einfach herrlich, so eins wünschen wir uns auch in Bonyhád! In den Wellen haben wir riesen Spaß gehabt.

Am nächsten Tag waren wir reiten und am Abend an einer Grillparty bei der Familie Hoffmann. Die Familie lud uns in ihren Hof ein, deckte uns festlich die Tische. Die Eltern brachten Salate, Kuchen, Wurst und es wurde gegrillt. Am besten schmeckte uns der „Käsekuchen“, der eigentlich gar nicht aus Käse gemacht wird. Bei uns würde man das Quarkkuchen nennen.

Da wir auf dem Lande waren, hatten wir genug Platz, auf der Straße konnten wir Einrad fahren, Basketball spielen. Wir redeten lange miteinander, die Eltern planten  sogar ihre Ungarnreise im Sommer, denn wir vermissten schon unsere Freunde.

Sonntag war Familien­tag mit den Gastgebern. Viele besichtigten die Burg in Pappenheim, andere fuhren nach Weißenburg Eis essen, einige waren in Nürnberg im Zoo, oder in Augsburg. Am Montag fuhren wir mit den deutschen Schülern nach Nürnberg, wo wir Ein­blick in die Lebkuchen­fabrik Schmidt bekamen, leckeren Lebkuchen kosteten, einen Film anschauten und feines Gebäck kauften und die Stadt besichtigten.

Am Dienstag nahmen wir traurig Abschied von den Gastgebern und kehrten mit vielen Erlebnissen heim. Wir denken an diese Fahrt, wenn wir die vielen schönen Fotos ansehen, an die Freundschaften, die hoffentlich noch Jahrel bestehen bleiben und erinnern uns sehr gern an die wunderschöne Zeit in Deutschland.

Vielen Dank an die Gasteltern, die in dieser Woche so viel für uns getan haben und an die Lehrer, Herrn Lemke und Frau Rauscher, die uns das schöne Programm zusammenstellten.

Imola Kovács Klasse 9.a (aus Ungarn)

Quelle: Bonnharder Nachrichten Frühjahr - Sommer 2009