Unsere Schule

Die Senefelder-Schule - eine staatliche kooperative Gesamtschule

  • mit Mittelschule, Realschule und Gymnasium
  • mit einem Lehrerkollegium
  • mit einer Schulleitung und
  • mit enger Zusammenarbeit gerade auch zwischen den Schularten

Kontakt zu unserer Schule

Senefelder-Schule Treuchtlingen
Staatliche kooperative Gesamtschule
Mittelschule - Realschule - Gymnasium

Bgm.-Döbler-Allee 3
91757 Treuchtlingen

Schülerangelegenheiten
09142 - 96 06 - 01

Direktorat und Schulleitung
09142 - 9606 - 24

09142 - 96 06 - 50

 

Schulpartnerschaft mit Bonyhád

So hat alles begonnen:

Im Dezember 1989 erhielt die "Senefelder-Schule Treuchtlingen" durch Vermittlung des Bayerischen Jugendrings Kontaktadressen von ungarischen Gymnasien, die am Aufbau einer Partnerschaft mit einer bayerischen Schule interessiert waren.
Aus der Vielzahl der Schulen – aus allen Teilen Ungarns und von unterschiedlichster Struktur – wurde das „Petöfi Sándor Gimnázium" in Bonyhád (Bonnhard) ausgewählt, da es für unsere schulspezifischen Verhältnisse die günstigsten strukturellen Voraussetzungen hinsichtlich eines Schüleraustausches Gewähr zu leisten schien.

Sehr schnell und unbürokratisch wurden im Februar 1990, durch den Austausch von Adressen, zahlreiche Kontakte zwischen interessierten Schülern beider Schulen geknüpft. Bereits in den Osterferien 1990 konnten dann mit der Schulleitung des "Petöfi Sándor Gimnázium" in einem persönlichen Gespräch vor Ort die Austauschmodalitäten eingehend besprochen und die Termine festgelegt werden.

Zwischen dem 16-27. September 1990 fuhren erstmal 16 Schülerinnen unseres Realschul- und Gymnasialzuges zusammen mit ihren begleitenden Lehrkräften nach Bonyhád und nahmen dort am Schulalltag teil. Im Gegenzug kamen die ungarischen Schüler im darauf folgenden Frühjahr zu uns. Von da an fand der Schüleraustausch regelmäßig jährlich statt.

Die Stadt Bonyhád (Bonnhard)

Bonyhád ist eine Kleinstadt mit etwa 14.000 Einwohnern in Süd - Transdanubien, ungefähr 40 km nördlich der Komitatshauptstadt Pécs (Fünfkirchen) und 20 km vor Szekszárd gelegen. Die meisten Menschen in und um Bonyhád sind in der Landwirtschaft und in der Leichtindustrie tätig.     

Interessant ist zu erwähnen, dass dieses Gebiet Ungarns in der Geschichte auch den Namen „Schwäbische Türkei“ trug, denn durch mehrere Ansiedlungen, durch bayerische, habsburgische Herrscher, kamen in den vergangenen Jahrhunderten immer wieder Kolonisten aus Deutschland (Hessen, Schwaben, Franken), die das manchmal durch Kriege verödete Land erneut mit Leben füllen sollten. Die Nachfahren dieser Kolonisten leben bis heute in dieser Gegend und so begegnet man oft deutschen Namen und auch nicht selten Menschen, die noch eines alten deutschen Dialektes mächtig sind.
Auch die Naturliebhaber kommen in der Umgebung der Kleinstadt Bonnhardauf ihre Kosten. Das nahe Mecsek-Gebirge bietet schöne Erholungsorte und Wanderrouten. in einer schönen Hügellandschaft bespickt durch Laubwälder, Täler und kleinen Quellen.  Der Nationalpark "Gemenc", an der Donau gelegen, lädt mit seiner reichen Tier - und Pflanzenwelt ein.

Petöfi Sándor Evangélikus Gimnázium - Unsere Partnerschule (PSEG)

Das Petöfi Sándor Evangelische Gymnasium gehört mit seinem Konzept zu einer der wenigen Schulen in Ungarn, die eine 6jährige Gymnasialausbildung anbieten (üblich sind 8 Volksschuljahre + 4 Jahre Gymnasium oder Mittelschule).

Die Schule vermittelt Jugendlichen ab der 7. Jahrgangsstufe eine Allgemeinbildung und schließt in dem 12. Jahrgang mit dem Abitur ab. Während bis zum Schuljahr 1989/90 noch Russisch als erste und wichtigste Fremdsprache galt, so erhielten ab dem Jahr 1990/91 die Fremdsprachen Englisch, aber vor allem Deutsch den Vorrang.

In den naturwissenschaftlichen Fächern hat sich die Schule einen besonders guten Ruf in Ungarn erworben. Zur Zeit führt das Gymnasium sowohl einen humanistischen als auch einen naturwissenschaftlichen Jahrgang. In diesen Klassen werden bestimmte Fächer oder Fächergruppen in erhöhter Stundenzahl unterrichtet.

Im Rahmen eines Projektes greift die Schule auch solchen Schülern unter die Arme, die aus kleinen Ortschaften kommen und vielleicht nie die Möglichkeit bekämen, sich weiter zu bilden. Die Ausbildung dieser Schüler beginnt im 8. Jahrgang und endet ebenfalls im 12. mit dem Abitur. In dieser Zeit wohnen diese Schülerinnen und Schüler im Schülerwohnheim des Gymnasiums. Dieses Schülerwohnheim ermöglicht aber auch anderen Schülerinnen und Schülern der Schule   -  die täglich eine lange Anfahrt zur Schule hätten - , die Schulwochen in Bonnhard zu verbringen. 

Homepage der Partnerschule in Ungarn: http://pseg.hu/


Es stellt sich die Frage: Was bringt „so ein Austausch"?

Sie lässt sich am einfachsten von ehemaligen Teilnehmern beantworten.
Sie hielten es für wichtig, ...

  • zu erfahren, wie herzlich und freundlich die Aufnahme in den Gastgeberfamilien ist.
  • die Schule, das Land und die Leute, die andersartigen Lebensumstände kennen zu lernen.
  • über Grenzen hinweg neue Freundschaften zu knüpfen.

Die meisten der ehemaligen Austauschschüler sind sich einig, dass dieser Austausch noch lange durchgeführt werden sollte.

Probleme mit der Verständigung treten selten auf, da die ungarischen Schülerinnen und Schüler unsere Sprache meist ausgezeichnet beherrschen, in den Familien sprechen die Großeltern oft noch "deitsch". Ansonsten verständigt man sich eben "mit Händen und Füßen" oder manchmal greift man sogar auf das Englische zurück.

Auch von unseren ungarischen Gästen haben wir viel Positives erfahren.können Sie fühlten sich sehr wohl hier und fanden die Zeit, die sie in den Familien und in unserer Gegend verbrachten,  sehr schön – aber viel zu kurz.

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